Was ist die Flex-Fernschule?


Die Flex-Fernschule ist ein Angebot der Jugendhilfe und arbeitet nach den Grundsätzen des SGB VIII. Wir fördern mit heilpädagogischen Förderkonzepten die Selbstwirksamkeit, Selbstorganisation und den schulischen Erfolg.

 

Wir bereiten junge Menschen, die aus ganz verschiedenen Gründen nicht in einer Schule lernen, bereits in fünf Bundesländern auf den Haupt- oder Realschulabschluss vor. In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden Lernende länderspezifisch gefördert.

 

Junge Menschen erhalten mit der Flex-Fernschule effektive Hilfe, die zum Schulabschluss oder zur Rückkehr und Anschlussfähigkeit in das öffentliche Schulsystem führt. Zur Förderung gehört neben der Vermittlung von Methoden und der Anleitung zur Selbstorganisation auch das Training arbeitsweltbezogener Kompetenzen und die notwendige berufliche Orientierung. Die Flex-Fernschule arbeitet hierfür intensiv mit allen Personen und Institutionen zusammen, die am jeweiligen Wohnort Unterstützung gewähren können. Auf diese Weise fördert sie besonders nachhaltig die soziale Integration und die gesellschaftliche Teilhabe.

 

Die Flex-Fernschule stellt in Deutschland keine Alternative zum Besuch einer Schule dar. Das Lernen mit der Flex-Fernschule erfordert bei bestehender Schulpflicht zwingend die Zustimmung der örtlichen Schulverwaltung.

 

Das Lehrwerk (die Summe aller Lernmedien) und die Arbeitsweise der Flex-Fernschule sind durch die staatliche Zentralstelle für den Fernunterricht anerkannt. Gleichwohl ist die Flex-Fernschule mit einer herkömmlichen Fernschule nicht vergleichbar. Die Förderung ist um ein Vielfaches individueller und intensiver. Die Flex-Fernschule ist ein aktiver Partner in der Hilfeplanung (§ 36 SGB VIII). Die Entwicklungsförderung der jungen Menschen steht im Vordergrund. Sie sollen ermutigt und in ihrer Zuversicht auf ihre Chancen im Leben gestärkt werden.